Offene Selbsthilfe im heutigen Verständnis setzt voraus, dass sich Menschen öffentlich zu dem Problem, für das sie Selbsthilfe organisieren wollen, bekennen können. Ein neuer Gesundheitsbegriff, der eine aktive, eigenverantwortliche Rolle des mündigen Patienten fördert hat bei der Etablierung von Selbsthilfegruppen seit den 1970er Jahren eine wichtige Rolle gespielt. Selbsthilfe hat Eigeninitiative zur Voraussetzung. Heute gibt es in der Bundesrepublik Deutschland schätzungsweise 100.000 Selbsthilfegruppen und Initiativen, in denen sich rund 3 Millionen Menschen engagieren.
Etwa die Hälfte aller Selbsthilfegruppen sind freie, nicht organisierte Selbsthilfegruppen. Sie gehören keiner überregionalen Selbsthilfeorganisation an. Auf kommunaler Ebene organisieren sich manche Selbsthilfegruppen in Arbeitsgemeinschaften, um gesundheitliche und soziale Problematiken aus verschiedenen medizinischen und sozialen Bereichen vor Ort aufzugreifen. Auf den Internetseiten der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter Nordrhein-Westfalen finden sie eine Vielzahl von Kontaktadressen. >>> Link
Die Arbeit in den lokalen Selbsthilfearbeitsgemeinschaften wird rein ehrenamtlich geleistet. Finanziell erhalten sie sich durch ihre Mitglieder und freiwillige Spenden. Manche sind als gemeinnützige Vereine eingetragen. Selbsthilfearbeitsgemeinschaften erhalten keine finanzielle Unterstützung durch gesetzliche Krankenkassen nach §20 SGB V.
Unter "Selbsthilfe-online" finden sie zum Themenfeld Selbsthilfe: >>> Link
- wichtige veröffentlichte Dokumente wie z.B. Anträge des deutschen Bundestages von Städten, Ländern und Verbänden oder Selbsthilfegruppen
- Ideen zur Selbsthilfe (unter den Stichworten: Perspektiven, Vorträge, Bildungsinstitutionen)
- Informationen zu Rechtsangelegenheiten im Bereich der Selbsthilfe (unter den Stichworten Kindergeld, Arbeitsrecht, Pflegeversicherung)
- Nach Postleitzahlen geordnete Hinweise auf Verbände und Gruppen im Bereich der Selbsthilfe sowie
- Ein Online Lexikon zum Themenfeld Selbsthilfe